Freitag, 21. November 2008

Unser neues Heim






Jawohl wir haben ne Wohnung gefunden! Miete gering, echt gemütlich und ganz in der Nähe des Zentrums! Wir sind doch alle Glückspilze! 2 Schlafzimmer, eine Abstellkammer, Bad/WC, Wohnzimmer mit Balkon und Küche. Hier werden wir auf jeden Fall bis Ende Januar bleiben und hoffentlich ein bisschen Geld verdienen!

Auf der Suche nach Job und Heim






Die suche nach Wohnung und Job ist hier genauso schwer wie zuhause auch. Entweder man hat glück oder auch nicht. Wir haben uns auf jeden Fall die hacken wundgesucht und dabei wirklich nette Hostels und tolle Menschen kennen gelernt! Für Morgen haben wir eine Wohnungsbesichtigung und dann muss ich weiter CV’s unters Volk bringen. Wir sind im übrigen Kathi, Sabrina, Seppel und ich. Ihr wisst ja eh das ich in diesem Leben von den beiden Mädels nicht mehr loskommen und in Seppel, der ein netter Kerl ist, habe ich nen echt guten Kumpel gefunden! So muss jetzt weiter, meinen Taschen sind lehr und ich habe echt Hunger :-)

Christchurch






So bin jetzt in Christchurch, hier bin ich um eine längerfristige Arbeit zu finden, da meine erlebten Abenteuer doch echt ins Geld gingen. Bei Zeiten liefere ich mal einen Ausführlichen Bericht über diese schöne 2 größte Stadt Neuseelands. Nur so viel, ich fühle mich bei altem englischem Scharm und netten Menschen gut aufgehoben. Drückt mir die Daumen!

The Transcostal






Der Transcostal Express ist die einzige Bahnverbindung zwischen Picton und Christchurch. Die Strecke ist 320 Km lang und dauert 4.30 Stunden. Der Zug fährt über 54 Brücken und durch 12 Tunnel. Die meiste Zeit der Strecke verläuft am Wasser und mit direktem Blick auf die Schneebedeckten Alpen. Diese Bahnfahrt könnte ich immer und immer wieder machen. Der Service im Zug war sagenhaft und die fahrt mit 36€ allemal ihr Geld wert. Das Bordrestaurant hatte bekannte Preise, was mir aber egal war, da ich meine eigenen Verpflegung hatte. Der vorletzte Wagon war ein fahrende Aussichtsplattform, wo man sich den Wind um die Nase pfeifen lassen konnte. Hier verbracht ich ne menge Zeit. Ne ganz ehrlich, war einfach nur geil!

Picton






Picton ist eigentlich nicht der Rede wert. Eigentlich gibt es dieses kleine Idülische Städtchen auch nur weil sie eben den Hafen für die Fähre nach Wellington hat. Sie ist in einer tollen Bucht gelegen und hat einen tollen Strand ganz in der Nähe des Hafens. Da wir hier 2 Stunden Aufenthalt hatten, bis unser Zug nach Christchurch losfuhr, nützten wir eben diesen Strand um ein wenig zu relaxen und ne Kleinigkeit zu essen. Dann gingen wir zum Bahnhof und ich freute mich nur noch auf das Bahnfahren am anderen Ende der Welt.

Die Fähre






Dir Fährfahrt

An diesem bewölkten Morgen musste ich leider früh aufstehen um das Freishuttle zum Fähranleger zu bekommen. Da ja mein Ziel Christchurch ist, muss ich ja auf die Südinsel übersetzen. Diese geht am besten mit der Fähre. Die Interislander Fähre aus einer Werft aus Holland, fährt die Passage zwischen Wellington und Picton 3 mal täglich. Wir nahmen die erste. Um die 26 Km und 5 Stunden lange fahrt bei Tag zu machen. Es klarte auch kurz nach dem losfahren auf, was einen unglaublichen Ausblick auf die Skyline von Wellington zur Folge hatte. Danke Wellington, ich werde dich nie vergessen, alleine schon weil ich hier meinen ganz Persönlichen Frieden mit mir selber machte und mich fand! Aber ganz ehrlich? Das geht euch nichts an! Oder ihr wisst es schon. Dann legte ich mich für drei Stunden schlafen und wachte auf, als wir durch die Schluchten und Klippen den Hafen von Picton Southisland ansteuerten. Was vergleichbares habe ich noch nicht erlebt. Hier sah ich auch Wale und Delphine die neben der Fähre herschwammen, ganz wie im Fernsehen nur Real. Der Hafen wurde erreicht und ich ging gelassen, erholt und mit tollen Bildern im Kopf von Bord.

Wellington Museum Te Papa






Das Nationalmuseum Te Papa

Das größte Naturmuseum Neuseelands liegt im Hafen der Stadt und ist echt überwältigend. Da der Eintritt hier frei ist ( was verwundert, da hier eigentlich jegliche Aktivität teurer ist als daheim ) konnten wir uns das Museum nicht entgehen lassen! Wir verbrachten hier ein Paar Stunden und lernten ne ganze Menge über die Vergangenheit der Kiwi, was meine Sichtweise auf Land und Leute doch entscheidend beeinflusste. Hier wird nicht nur gezeigt, was der Globalismus an Schädlingen mit sich bringt, gegen die die ansässige Flora und Fauna nicht geschützt ist. Sondern auch was die Maori für Sauigel sind. Sie Rotteten sämtliche Vogelarten aus und überfischten die Seen. Dann verbündeten sie sich mit den Engländern und zusammen Perfektionierten sie dann das töten der Umwelt. Bis auf ein ganz paar Vögel, wie den Kiwi, der vom aussterben bedroht ist, schlachteten sie alles einheimische ab. Sie brachten Schafe und Pferde, Rinder und Hunde. Es wurde gebrantrodet um Platz für die Schafe und die Landwirtschaft zu haben. Sie brachten Europäische Pflanzen und töteten somit die einheimischen. Es wurde deutlich, dass ich in der größten Naturkatastrophe der Welt herumspaziere und in der künstlichsten dazu. Von wegen Naturverbunden. Es kostet den Stadt jedes Jahr aber Millionen Dollar um den letzten Fitzel Ursprungs noch ein Paar Jahre zu erhalten, an Rettung ist nicht mehr zu denken. Sollten meine Kinder mal nach NZ reisen, werden sie ein anderes Land erleben als ich oder die Menschen vor 50 Jahren. Schön ist trotzdem hier, auch wenn ich jetzt mit Vorsicht genieße. Aber wir deutschen können ja nicht im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen! War auf jeden Fall ein toller Ausflug und alles zu beschreiben dauert mir jetzt zu lange. Der Besuch hat sich gelohnt und ist für groß und klein spannend, da es tausend Knöpfe gibt die man drücken kann und dann was passiert.

Wellington Regierungsbezirk






Der Regierungsbezirk

Der Regierungsbezirk in dem auch die deutsche Botschaft ist, ist mitten in Wellington gelegen, was der Besucher aber nicht mitbekommt. Es ist hier alles sehr grün gehalten und die Gebäude sind durch einen Park verbunden. Das Neuseeländische Parlament ist eine exakte Kopie des Parlaments in London. König Dingsbums von Great Britain um 1900 gab das Parlament in Auftrag, er lies es sich auch gleich widmen. Es ist inzwischen ein bisschen Modernisiert worden, was daher schon nötig war, da Wellington pro Woche im Durchschnitt 5 Erdbeben der leichtesten Kategorie hat und halt öfter ein stärkeres. London nicht! Sabrina, Seppel und ich meldeten uns für die 15 Uhr Führung durchs Parlament building an und genossen diese sehr. Es war verboten vom Innenraum Bilder zu machen. Unsere Führerin Linn war superfreundlich und für diesen Job geboren. Sie sprach langsam und super deutlich, was mich die einstündige Führung genießen lies, weil ich alles verstand. Unter anderem den Britischen Humor. Im Parlament steht ein Baum und die äste tragen Mitbringsel aus allen Ländern der Welt, um daran zu erinnern das wir alle Brüder und manche von uns sogar Schwestern sind! Er heißt daher „Bia Mora de Koror“ oder s.Ä. Es bedeutet Baum der Verbundenheit. War schon nett, es zeigte uns Ausländern mal wieder, dass wir hier willkommen sind. Wir nicht Kiwis müssen uns immer anhören, dass die Kiwis als erstes Volk der Erde den Frauen das Wahlrecht gaben. Wenn ich mal Präsidentschaftskandidat sein sollte, lasse ich nen Kiwi meine Wahlkampf gestallten, dann gewinne ich. Die haben die Gabe alles als das beste zu verkaufen. Die Frauen haben hier nur deshalb das Wahlrecht, weil sich in einer schönen Nacht als der Premierminister nicht im Unterhaus war. Sein Stellvertreter aus der Gegenpartei die Gunst der Stund zu nutze machte und mit 8 Parteigenossen das Wahlrecht für Frauen einführen! Es war die Rache für ein verlorenes Trinkgelage. Der Premierminister wollte das Gesetz stoppen, doch seine Frau drohte ihm damit, wenn er das täte würde sie jegliche Pupbesuche unterbinden. Lange Rede kurzer Sinn. Der Premier ging weiter saufen und die Frauen hatten ihr Wahlrecht! Ansonsten war der Rest der kostenlosen Führung weiter genauso interessant und den Rest des Nachmittags verbrachte ich im Park und abends fuhr ich noch einmal mit dem Cabel – Car in die Gärten um mir den Sonnenuntergang anzusehen und die blue-hour zu genießen (Wenn überall die Lichter angehen). Amazing !!

wellington Cathedral






Wellington cathedreal

Eigentlich bin ich ja kein Kirchengänger! Aber die 1987 fertiggestellte größte Kirche Neusellands kann man sich ja mal angucken. Kurz, potthässlich von außen und innen, die ersten Wasserschäden unter der Decke sind deutlich zu erkennen und das Gefühl wenn man die Kirche betritt erinnert an eine Mensa. Wer hier betet ist meine Meinung nach echt deppert. Zu meinem Glück wurde an diesem schönen, sonnigen Morgen gerade die Orgel gestimmt, so hatte ich wenigsten den ganzen Tag einen gratis Tinitus. Danke hier führ Orgelmann! Ja warum schreibe ich überhaupt über diese Kirche, wenn ich sie nicht cool fand? Ganz einfach. Sie hat am hinteren Ende eine klein Kappele die ohne das Scheißgebäude drumrum der Ort wäre wo ich zu meiner zukünftigen ja sagen würde und sie liegt im Regierungsbezirk! Sabrina und ich lernten den Hausmeister oder was auch immer der Opa war kennen. Die Kiwis haben eine Eigenschaft die auf der Welt seines gleichen sucht. Smal talk! So war es für uns kein Problem, nein wir konnten uns nicht dagegen wehren, das Gebäude mit alle Ecken und Winkeln zu besichtigen. Wir fuhren in den Glockenturm und ließen uns das Glockenspiel erklären und hatten einen Super Ausblick über eben den Regierungsbezirk. Der Opa führte uns durch einen kleinen Gang unter dem Dach in einen Raum der voller alter Fahnen Stand. Nun war ich endgültig nicht mehr in einer Kirche! Jede dieser Fahnen hatte eine Bedeutung und eine eigene Geschichte. Hier war z.B. die Flagge Neuseelands die Sir Edmund Hillary ( der erste Mensch der den Gipfel des Himalaja bestieg ) auf dem Gipfel des Himalaja hisste und sie wieder mit nach hause brachte. Es ist zudem die erste Flagge die NZ von NZ aus verlies und zurückkam! Dann waren hier noch Flaggen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg. Unter anderem die in der der Letzte tote Kiwisoldat der am letzten Tag des Krieges gefallen ist nach hause kam. Arme Sau, aber so hat er wenigsten eine Geschichte! Glaube der Typ hieß Millersen oder so. Allerdings wart diese Flagge in England produziert. Da ich ja ein kleiner Fahnen und Flaggennarr bin, war das natürlich sehr interessant für mich und dann ging es auch schon weiter.

Wellington City






Wellington City


Die Stadt wirkt sehr jung und doch gibt es viele alte, sehr Klassische Eckchen, die very britisch sind. Diese vielfallt an Moderne, abstrakter Kunst und Klassik verschlangen mich sofort mit Haut und Haaren. Die um eine Fluss der ins Meer mündet, in einem Tal gebaute City ist nach Auckland und Christchurch die 3 größte Stadt Neuseelands. Es zu beschreiben fällt mir sehr schwer, weil ich in Deutschland nichts vergleichbares kenne. Vielleicht nehmt Berlin und seine tollen Seiten. Der eine liebt sie und der andere ist froh wenn er nie hin muss. Ich fand auch sehr lustig, dass mitten in der Innenstadt, an der Pedestrain Area (Fußgängerzone) ein großer geschmückter Weihnachtsbaum steht. Zwar ist mir bewusst das es mit großen Schritten auf Weihnachten zugeht, kann aber leider nicht behaupten das mich das hier berührt. Bei Starbucks spielt man White Christmas und walking in a winterwonderland. Kiwis es ist Sommer und hier gab es seit Menschengedenken zu Weihnachten noch keinen Schnee. Nun ja die Kiwis halt. Bei mir selbst kommt diese Stimmung eher nicht auf und dieses Jahr ist es mir wohl auch BBQ. Und zwar am 24.12 am Strand! Genug X-Mas. Wellington ist super und hier sind zusätzlich die Leute noch mal nen tick freundlicher. Hoffentlich finde ich die Zeit, hier noch mal ein Paar Tage zu entspannen. See you Wellington.